Samstag, 7. Februar 2015

A day off in our compound....

heute morgen wurde ich bereits mit Trommelmusik geweckt....ich wurde neugierig, was da los sei...da jedoch um 6.30 h Sonnenaufgang war, hörten auch die Trommler auf zu spielen....wir hatten hier eigentlich die ganze Nacht Musik, aber irgendwann bin ich dann eingeschlafen. Es dürften noch die Feierlichkeiten des letzten Begräbnisses gewesen sein. Wenn wir nicht von Trommelmusik geweckt werden, sind es die Kläge der Natur und der Tiere: Esel, Hühner, Ziegen, Schweine, Hunde, Kühe, die hier alle herumlaufen....
Da es heute wieder unerträglich heiss war, sind wir in unserem Compound geblieben: Katja und ich haben einen gemütlichen Vormittag mit Erfahrungsaustausch gemacht. Es kommen eine Menge Lebensthemen und Alltagsthemen hoch. Ich war heute damit konfrontiert, dass Kinder auf der Mauer unseres Compounds gesessen sind und gesagt haben: "Give me food". Es hat mir fast das Herz zerissen...noch dazu war es gerade Mittagszeit und Katja hat uns gerade Spaghetti Pomodoro gekocht...ein Festmahl...ja die Armut ist gross, sehr gross....
Erst gegen 17 h war es von der Hitze erträglich, nach draussen zu gehen. Ich habe die Kinder beim Wasser holen begleitet. Es sind hier sehr viele Kinder, die das Wasser von der zentralen Wasserstelle mit Plastikwanne am Kopf nach Hause tragen. Es ist eine gute Gelegenheit mit den Kindern in Kontakt zu kommen...und es ist interessant zu sehen, welche Lebewesen sich an der zentralen Wasserstelle treffen: Mensch und Tier (eine Eselfamilie, ein Ziegenpärchen, ein Schwein hat sich gerade in der Wasserlacke gewälzt...)
Den Abend verbringen wir meistens auf unserer "Dachterasse". Es wird hier bereits um 18.30 h finster, das geht oft sehr schnell. Wir sitzen dann auf unserer Terasse und beobachten die Sterne und warten darauf, bis der Mond aufgeht. Es war ja gerade Vollmond...Der Himmel hier ist sehr dunkel, zumal es ja hier keine "Lichtverschmutzung" gibt. Ja das mit dem Licht.....wir haben heute Abend keinen Strom...an sich nicht so schlimm, wenn da nicht diese grossen Kakalaken in unserer Earthtoilette wären. So durfte ich heute so richtig Bekanntschaft mit ihnen machen.....so stand ich dann drinnen und schrie einmal...naja, zumindest habe ich diese Erfahrung jetzt auch gemacht....
Ja und übrigens: ich hätte heute so gerne einen kühlen gespritzten Apfelsaft halb Leitungswasser halb Mineralwasser mit Kohlensäure gehabt...
 
ELKE

"Das Leben kann man nur gefährlich leben, einen anderen Weg gibt es nicht. Nur im Wagnis gewinnt das Leben an Reife und Wachstum".  Osho

Freitag, 6. Februar 2015

A 3-D-Movie ?

Heute sind wir um 7 h nach Bolgatanga gefahren. David hat uns mit dem Motorrad nach Walewale gebracht. Ja übrigens: es gibt hier auf halben Weg keine befestigte Strasse, wir fahren hier auf Sandboden. Von Walewale nach Bolgatanga haben wir den Tro-Tro genommen. Dabei handelt es sich um einen sehr alten Bus (tw. fällt schon die Tür heraus oder man sieht durch auf die Strasse...), der mit Personen vollgepfercht wird, das wir uns in Europa gar nicht vorstellen können, wer hier noch Platz hat. Hier wird wirklich jeder einzelne Platz (nicht Sitzplatz) ausgenutzt. Der Tro-Tro fährt erst dann weg, wenn er (über-)voll besetzt ist. Wir waren hier in Bolga am Markt. Eigentlich sieht das eher nach Slum aus. Die Leute richten ihre Stände her, dazwischen wird Müll verbrannt, die Ziegen, die Schweine, die Kühe laufen dazwischen herum....Wir waren heute echt gut Mittagessen: genannt Red-Red: Kochbananen in Palmöl gebraten und dazu Bohnensauce. Das hat echt lecker geschmeckt und ich habe mich hier satt gegessen. Ja mit diesen ganzen Eindrücken komme ich mir zeitweise vor, wie wenn ich in einem 3-D-Film sitzen würde. Es ist alles so schräg: vom Reichtum in Europa in die Armut nach Guabuliga und heute in Bolgatanga wieder mit Überfluss. Wir waren im Supermarkt einkaufen: es gibt hier Pringels, Felix Ketchup, Maggi, Ovomaltine..wir haben uns über fließendes Wasser, Brot, frische Früchte gefreut. Ja und noch ein paar Eindrücke: es ist ganz normal, sich im Supermarkt einfach auf den Boden zu legen und zu rasten, ein lebendes Schwein wird auf das Motorrad gebunden und abtransportiert, eine Frau stillt ihr Kind direkt beim Ausgang des Supermarktes....
ich brauche jetzt gerade meine Zeit, um diese Eindrücke wieder zu verarbeiten...es ist mir gerade sehr viel....ich bin froh hier wieder in unserem Compound angekommen zu sein. Morgen genieße ich die Ruhe und die Stille und werde einen Spaziergang auf den "Berg" machen und im Dorf herumgehen...es ist hier ein sehr hoch schwingender Platz...
aber bei all dieser Armut: die Leute sind hier so freundlich und hilfsbereit. Sie bieten dir jederzeit ihre Hilfe an: im Raster-Lokal, wo wir uns einen Smoothie gegönnt haben, wurden wir zum Martkplatz gefahren....obwohl die Leute selber nicht viel haben, schenken sie uns dennoch etwas zu essen...wir haben 3 Mangos gekauft und die Verkäuferin hat uns 4 eingepackt. Wir wollten alle 4 bezahlen, aber sie hat gemeint, das sei ein Geschenk...die Kinder kommen zu uns in den Compound und bringen uns Essen vorbei....im Tro-Tro waren wir bepackt mit unseren Einkäufen und eine junge Frau stieg extra aus und hat uns eine grosse Tasche besorgt.....

I am so thankful for these experiences....thank God for all these people....

The sentence of the day: "It´s nice to be nice..." That´s the attitude...

ELKE

PS: ich kann leider keine Mails verschicken, da ich immer eine Fehlermeldung erhalte. Danke für Eure Nachrichten...

Donnerstag, 5. Februar 2015

The way we live...

das Dorf (genannt Community) besteht aus 6.000 Einwohnern. Die Familien (also alle Familienmitglieder) wohnen in Lehmhäusern. Das ist derart arrangiert, dass jede Familie einen eigenen Compound hat...mit einer gemeinsamen Mitte und im Kreis angeordnet sind die "Häuser" bestehend aus einem Raum. Inhalt in diesem Raum gibt es keinen außer ein paar Metallschüsseln, Eimer etc.  Ich durfte gestern eine der ärmsten Familien in diesem Dorf besuchen. Die Familie (bestehend aus Mutter und 3 Kindern) kann sich kein Essen leisten und wird deshalb von BRAVEAURORA unterstützt. Die Mehrheit der Einwohner lebt von der Landwirtschaft. Jetzt herrscht gerade Trockenzeit und es ist wirklich sehr dürr und sehr heiss. Wenn es in einer Familie keinen Mann (mehr) gibt, der die Landwirtschaft betreibt, hat die Familie nichts zu essen bzw. kein Einkommen. Es gibt auch Leute hier, die sich kein "Pured Water" kaufen können. Das ist ein in Plastikbeutel abgefülltes Trinkwasser. Man kann sich diese Armut hier eigentlich gar nicht vorstellen...ausser man sieht sie mit eigenen Augen und ist direkt damit konfrontiert.
Über Hygiene dürfen wir eigentlich gar nicht zu viel nachdenken....es ist wichtig, hier ins Vertrauen zu gehen....wir haben unsere antibakterielle Seife, Sterilium und Dettol um eine "Dusche" zu nehmen. Die "Dusche" ist ein Kübel mit Wasser mit etwas Dettol zum Desinfizieren...Wir bekommen hier ein Mittagessen, das aus einem Reis- oder Maisklumpen und einer Sauce besteht....
Unseren Abwasch erledigen wir in einer großen Plastikschüssel, zumal wir ja kein fließendes Wasser haben.
Es ist eigentlich schwierig, die Situation hier zu beschreiben, zumal es sicher schwer vorstellbar ist. Ich habe bereits einige Fotos gemacht und versuche auch, diese einzustellen.
Heute Nachmittag habe ich bei den Sozialarbeiterinnen einen Workshop abgehalten. Es ist eine Freude mit den beiden zu arbeiten. Aus meinen Eindrücken von den Besuchen bei den Familien habe ich einige Inputs weitergeben können...
Morgen fahren wir nach Bolgatanga (=Bolga), das sicher wieder ein Erlebnis werden wird. Ich freue mich schon darauf, auf den Markt zu gehen....

In Dankbarkeit und Demut

ELKE


Mittwoch, 4. Februar 2015

vom Süden in den Norden...

ich bin wohl schon zu müde heute: geografisch war gemeint: vom Süden (Accra) in den Norden nach Guabuliga.

Falsa demonstratio non nocet ;-)

bei mir im Hintergrund schreit gerade ein Esel....
Vom Norden in den Süden...

nach 1 Stunde Flugzeit und einer Taxifahrt von 2 h bin ich an meinem Ziel in Guabuliga angelangt. Meine Reise ist doch sehr gesegnet: der Plan wäre gewesen von Tamale Airport zu Tamale City und von dort weiter mit dem Bus nach Walewale. But things are changing. Am Tamale Aiport war ein Minivan, der nach Walewale fuhr und es war gerade noch ein Platz frei. Dieser war wohl für mich bestimmt...so war ich dann zur Mittagszeit bereits in Guabuliga, wo ich schon erwartet worden bin.
Es gab heute eine Menge Eindrücke....obwohl ich bereits um 3.30 h aufstehen musste, bin ich zwar müde aber immer noch voller Energie...ich erlebe hier viel Lebensfreude, Dankbarkeit, viel Armut, viel Bescheidenheit. Ich habe mit der Sozialarbeiterin bereits einige Familien besucht.
Die Kinder winken uns zu und fragen: "Sulemigna (`=die Weise) how are you. What´s your name?"
Die Eindrücke sind kaum in Worte zu fassen...es ist so anders..so einfach und schön anders....
Es fühlt sich hier an, wie zu Hause angekommen zu sein....viel Freiheit, Leichtigkeit, Verbundenheit, die Einheit, die spürbar ist: mit der Natur, Teil des Dorfes zu sein...

I am so thankful being here in Guabuliga

ELKE

Dienstag, 3. Februar 2015

 NOW I am in Africa.

I arrived at my first destination in Accra, in the Pink Hostel....

Es war eine anstrengende Reise, die um 4.30 h begann und um ca. 22 h (+ 1h MEZ) endete. The very first thing I had to learn here in Accra is: to trust...becausce nobody was there to pick me up although it was confirmed by the hostel....I would never do in Austria what I did there....the people are very frindly and helpful and then a man in uniform said he would bring me to pink hostel....
So my big lesson is: to trust: to trust in god, to trust in people...to trust in me.....

Yes and it is very hot here, in the evening it had 29 degree...

So heute habe ich noch ein paar Erledigungen zu machen, dann mache ich Sightseeing und gehe noch zum Meer ...und morgen gehts sehr zeitig ab in den Norden....

I take care and trust in me!

ELKE

Sonntag, 1. Februar 2015

Wie alles begann...

im Mai habe ich die Einladung zum 5jährigen Jubiläum des Vereines Braveaurora www.braveaurora.com erhalten. Mir kam sofort der Impuls, auch in Guabuliga tätig zu werden. Nicht zuletzt auch deswegen, da ich einmal (diesmal) ganz alleine auf Reisen gehen wollte. Da meine Idee von allen sehr gut aufgenommen worden ist, ist dieses Projekt gewachsen und entstanden.

Nunmehr ist es so weit...die Reise beginnt...

God bless me and my doings.

L³: LEBEN - LIEBEN - LACHEN

Elke